Archiv der Kategorie: Ensemble

Ty Boomershine

Ty Boomershine, geboren 1968 in den USA, studierte Tanz an der Fort Hayes School for Performing Arts in Columbus, Ohio, und beendete sein Studium mit dem Bachelor of Fine Arts am Stephens College in Columbia, Missouri.

Neben Engagements in verschiedenen Kompanien (u. a. Lucinda Childs Dance Company, Emio Greco | PC, Merce Cunningham Repertory Emsemble, Bill T. Jones/Arnie Zane Dance Company, Leine Roebana Dance, Dance Works Rotterdam und ICKamsterdam) war Ty Boomershine auch in diversen Arbeiten einzelner Choreografen zu sehen – wie z. B. von Dan Wagoner, Gus Solomons Jr., Ton Simons und Giulia Mureddu.

Zudem tanzte er in Robert Wilsons Oper „Einstein on the Beach“. Eigene Choreografien zeigte er am Movement Research und am Danspace Project in New York sowie am OT301 und beim Holland Festival in Amsterdam.

2007 wurde Ty Boomershine künstlerischer Assistent  von Lucinda Childs. Für Pere Faura und Nicole Beutler war er zeitweilig für das Tourmanagement verantwortlich. Am ICKamsterdam übernahm er konzeptuelle und organisatorische Aufgaben sowie die Probenleitung für Emio Greco, Pieter Scholten und gastierende Kompanien.

Seine bei Merce Cunningham geschulte Technik lehrte er bei verschiedenen Kompanien, u. a. Dansgroep Amsterdam, Dance Works Rotterdam, Emio Greco | PC, Krisztina de Chatel, Kamea Dance Company und Lucinda Childs Dance sowie an verschiedenen internationalen Akademien und Universitäten und auf Festivals. Workshops und Masterclasses gab er bei der Lucinda Childs Dance Company und Emio Greco | PC.

Ty Boomershine ist seit 2015 Mitglied des Dance On Ensemble und hat 2019 dessen Künstlerische Leitung übernommen.

Javier Arozena

Javier García Arozena wurde in Santa Cruz de Tenerife in Spanien geboren. Er studierte zeitgenössischen Tanz am Andalusischen Tanzzentrum in Sevilla und schloss sein Studium am Institut del Teatre in Barcelona ab. Als Tänzer trat er Ramón Ollers Kompanie Metros und Thomas Noone Dance in Barcelona bei, wo er Repertoirewerke von Thomas Noone, Roni Haver & Guy Weizman und Johannes Wieland tanzte und auch in Jo Strömgrens „Sunday again“ in einer Koproduktion mit Norrdans in Schweden zu sehen war. Er hatte ein Engagement bei Cámaralúcida in Barcelona und ist derzeit Gasttänzer bei Lava Compañía de Danza auf Teneriffa.

2010 war Javier García Arozena Erster Solist in der Produktion „El corregidor y la molinera“ mit dem PostClassical Ensemble in Washington D.C. Er assistierte Ramón Oller bei Einstudierungen und Neuproduktionen mit dem Ballet Hispánico de New York, dem Ballet des jeunes d’Europe in Marseille, dem Ballet de Andalucía in Sevilla und dem Konservatorium für Tanz in Prag. Als Dozent für zeitgenössischen Tanz hat er an der Corella Dance Academy in Barcelona gearbeitet und unterrichtet derzeit am Teatro Victoria in Santa Cruz de Tenerife und am Diversity-Kollektiv Asociación Psicoarte / Cía Enbe Danza.

Im Dezember 2019 präsentierte er zwei Kreationen für das Tanzfestival Canarios Dentro y Fuera, „Schwanengesang“ und „Las Ellas“. In seiner eigenen künstlerischen Praxis beschäftigt er sich mit szenische Codes und choreografischen Tools, die er auf unkonventionelle Theaterräume anwendet. Die Aktion „Zeitgeist“ beispielsweise ist das Ergebnis eines Künstleraufenthaltes an der TEA Teneriffa im Rahmen des Programms La Cresta.

 

Omagbitse Omagbemi

Omagbitse Omagbemi erhielt ihren BFA in Tanz an der Montclair State University. Im Jahr 2012 wurde ihr der Bessie Award für anhaltend herausragende Leistungen im Bereich Performance verliehen. Sie war in der immersiven Punchdrunk Produktion „Sleep No More“ in New York und Shanghai zu sehen und hat in Werken von Kat Válastur, Joanna Kotze, Yvonne Rainer, Neil Greenberg, Vicky Shick, Maria Hassabi, Heather Kravas, Jon Kinzel,  Deborah Hay, Ralph Lemon, Wally Cardona, David Gordon, Jeremy Nelson, Keely Garfield, Irish Modern Dance Theater, Walter Dundervill, David Thomson, Anna Sperber, Bill Young, Pearson/Widrig Dance, Urban Bush Women, Shapiro & Smith, Gerald Casel, Barbara Mahler, Christopher Williams, Sean Curran und Kevin Wynn getanzt.

 

Alba Barral Fernández

Alba Barral Fernández wurde 1979 in Lugo (Spanien) geboren. Sie absolvierte eine Ausbildung in zeitgenössischem Tanz an der Espazo de Danza Universitario in Santiago de Compostela und zog später in die Niederlande, wo sie an der ArteZ University of the Arts (Arnheim) einen Bachelor-Abschluss in Tanz machte. In den folgenden Jahren arbeitete sie mit den Kompanien LeineRoebana und Suzy Blok in Amsterdam.
Im Jahr 2006 zog sie nach Barcelona und tanzte bei SenzaTempo Teatrodanza (Inés Boza/Carles Mallol). Seit 2008 ist sie Mitglied von Thomas Noone Dance (Barcelona) und tanzt Werke von Thomas Noone, Roni Haver/Guy Weizman, Johannes Wieland und Jo Strömgren (letzteres in Zusammenarbeit mit der schwedischen Tanzkompanie Norrdans). Seit 2012 ist sie auch Teil des Projekts Camaralucida (Barcelona) unter der Leitung von Lautaro Reyes. Derzeit arbeitet sie als Probenleiterin für Thomas Noone Dance und ist freies Mitglied der Gruppe La Veronal, Marcos Morau, mit der sie international auf Tournee ist. Seit 2016 ist Alba zudem zertifizierte Gyrotonic-Trainerin.

Ziv Frenkel

Geboren 1962 in Beit-Alfa, Israel war Ziv Frenkel 1988-95 Mitglied der Kibbutz Dance Company unter der künstlerischen Leitung von Yehudit Arnon. Anschließend arbeitete er als Ensemblemitglied 1995-1999 am Bremer Tanztheater unter Susanne Linke.

Von 1999-2008 arbeitete er im choreografischen Theater von Johann Kresnik an der Volksbühne Berlin und dem Theater Bonn. 1996 war er Mitgründer des steptext dance project in Bremen. Seit 2010 verbindet ihn eine Zusammenarbeit mit der Choreographin und Regisseurin Rosamund Gilmore unter anderem im Ring der Nibelungen an der Oper Leipzig.

Darüber hinaus inszeniert Ziv Frenkel eigene choreographische Werke. Von besonderer Bedeutung für seine künstlerische Arbeit sind langjährige Zusammenarbeiten mit Künstler:innen unterschiedlicher Disziplinen. Künstlerische Zusammenarbeit u.a. mit: den Chorograph:innen Valenti Rocamora i Tora, Yoshiko Waki (bodytalk Munster), Helge Letonja (steptext dance project Bremen), Julia Keren Turbhn, der Tänzerin Anne Minetti, der Komponistin Stepha Schweiger, dem Sound Designer Florian Tippe, den Regisseuren Sebastian Bauer, Anselm Dalferth, dem Künstler Christoph Dahlhausen, den Photographen Axel Largo und Pedro Malinowski.

Emma Lewis

Emma Lewis, geboren 1968, wurde an der Arts Educational School und Royal Ballet School in London ausgebildet und begann ihre Karriere als klassische Balletttänzerin in Zaragoza und Florenz. Als sie ihre Leidenschaft für den zeitgenössischen Tanz entdeckte, verließ sie das Klassische Ballett um sich an der London Contemporary Dance School dem Studium der Graham und Cunningham Techniken zu widmen.

Nach ihrem Abschluss wechselte sie zum Cullberg Ballett in Schweden, wo sie acht Jahre in vielen berühmten Werken von Mats Ek und anderen renommierten Choreografen, unter anderem Carolyn Carlson, Ohad Naharin, Jíří Kylián, Johan Inger und Philippe Blanchard tanzte. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter zog sie nach Frankreich, wo sie bis heute mit den Choreografen Joelle Bouvier, Kader Belarbi und Eric Oberdorff von La Compagnie Humaine in Nizza arbeitet, mit denen sie in den letzten 10 Jahren viele Werke geschaffen hat.

Emma Lewis ist zertifizierte Dozentin für Klassischen und Zeitgenössischen Tanz und seit 15 Jahren auch für die Alan Herdman Pilates Methode. In diesem Bereich arbeitet sie mit einer Vielzahl von Menschen zusammen, von professionellen Tänzern bis zu Kindern und Parkinson-Kranken, die ihr Wissen und ihre Erfahrung als Tänzerin und Körperexpertin bereichern.

 

Gesine Moog

Gesine Moog wurde 1976 geboren und erhielt 1997 ihren Bachelor of Arts an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Sie hatte Engagements an verschiedenen deutschen Theatern, unter anderem dem Frankfurter Künstlerhaus Mousonturm, Staatstheater Mainz, Staatstheater Wiesbaden, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken und dem Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Das führende Europäische Magazin tanz kürte sie zur Nachwuchstänzerin des Jahres 2004.

2007 ging sie nach Schweden zum Riksteatern, das mit der Batsheva Dance Company eine Tour von Ohad Naharins Kamuyot durch schwedische Schulen veranstaltete. Das Riksteatern verlieh ihr den „Dancer of the Year 2007“ Preis für ihr Engagement und herausragende Leistung.

Seit 2008 ist Gesine Moog Mitglied des Cullberg Balletts, mit dem sie in Schweden und international tourt. Während ihrer Karriere in Schweden und Deutschland hat sie ein reiches Repertoire von Werken aller Stilrichtungen getanzt, mit Erfahrung im klassischen und neoklassischen Ballett, modernem und zeitgenössischen Tanz, sowie in Body-Mind-Centring Techniken. Sie hat unter anderem mit Mats Ek, Ana Laguna, Ben van Cauwenbergh, Jiří Kylián, Crystal Pite, Johan Inger, Alexander Ekman, Gaetano Soto, Carolyn Carlson, Robert Cohan, Edouard Lock, Antony Rizzi, Benoit Lachambre, Eszter Salamon, Deborah Hay, Jefta van Dinther und Ian Kaler zusammengearbeitet. Seit 2001 schafft sie auch eigene choreografischen Werke und ist als Bildende Künstlerin tätig.

 

Tim Persent

Tim Persent, geboren 1964 in Südafrika, ist seit 1994 Tänzer und künstlerischer Mitarbeiter der Kompanie LeineRoebana.

Nach seinem Abschluss 1986 an der Rambert School of Ballet and Contemporary Dance tanzte er zunächst für die Londoner Kompanien Second Stride und Rambert Dance Company. Von 1987 bis 1994 war er festes Mitglied der Rotterdamse Dansgroup. Anfang der1990er Jahre arbeitete er parallel in New York mit Ton Simons und der Brenda Daniels Dance Company. In den Niederlanden tanzte Tim Persent weiterhin in Choroegrafien von Krisztina de Châtel, Paul Selwyn Norton, Michael Schumacher und Roland Shankula.

Für sein tänzerisches Schaffen erhielt er 1993 den silbernen Tanzpreis sowie 2004 den Goldenen Schwan, zwei bedeutende niederländische Auszeichnungen. Zu seinem 25. Bühnenjubiläum 2012 zeigte Tim Persent unter dem Titel „A Dance Concert“ Choreografien von Ton Simons, LeineRoebana, Richard Alston und Ann van den Broeck beim Holland Dance Festival in Den Haag.

Neben seiner Karriere als Tänzer engagiert sich Tim Persent weiterhin in diversen kulturellen Einrichtungen. So war er 2005-2016 Künstlerischer Leiter Tanz des International Theaterschool Festival (IST) in Amsterdam. Er ist weiterhin Vorstandsmitglied des Tänzerkollektivs MAN II O und der Stiftung KunstenDialoog und war als Berater u.a. für den für den nationalen Kulturrat sowie den Fonds der darstellenden Künste der Niederlande tätig. Seit 2017 lehrt Tim Persent an der CODARTS Dance Academy in Rotterdam und seit März 2019 ist er als erster in den Niederlanden zertifizierter SAFE FLOOR Coach. 

 

Miki Orihara

Miki Orihara, geboren 1960, war mehr als 25 Jahre lang Erste Solistin der Martha Graham Dance Company und wurde 2010 für diese Arbeit mit einem Bessie Award geehrt. Sie hat in der Broadway-Produktion von The King and I getanzt und mit Elisa Monte, PierGroupDance, Lotuslotus, Rioult Dance, Twyla Tharp, Martha Clarke, Anne Bogart (SITI Company) und Robert Wilson zusammengearbeitet. Ihre eigenen Choreografien wurden in New York, Los Angeles, Amsterdam und in Japan gezeigt.

Sie ist eine gefragte Lehrerin und unterrichtet Workshops in Japan, der Art International in Moskau, sowie bei Peridance in New York, der Alvin Ailey School, New York University, Florida State University, Jenny Jurriëns Foundation in Holland, Les Etés de la Danse in Paris und der New National Theater Ballet School in Tokio. Außerdem studiert sie überall auf der Welt Martha Grahams Werke ein, unter anderem für Diana Vishneva und für Whendy Wheelan vom New York City Ballet.

Als Choreografin präsentierte Miki Orihara 1995 ihr erstes Solo Searching Dimensions  in New York. Es folgten unter anderem VOICE , ein Stück für acht Frauen, für das M’Deux Ballett in Nagoya in Japan (2001), Stage (2008), Prologue (2014) sowie Shirabyoshi (2017). 2018 erschien die erste Martha Graham Tanztechnik-DVD, eine gemeinsame Produktion von Miki Orihara, Dance Spotlight und dem Martha Graham Center. Eine zweite DVD ist in Arbeit. Ihr Film Broken Memory wurde 2017 beim Dance on Camera Festival in New York gezeigt. 2017 und 2018 wurde sie eingeladen, bei den Vereinten Nationen im Rahmen von Peace is… zu tanzen.

 

Christine Kono

Christine Kono wurde 1946 in Kalifornien, USA, geboren. Ab 1955 lernte sie Klassischen Tanz bei Igor Schwezoff und Harriet De Rea. Es folgten Stipendien in San Francisco, New York. Von 1962 bis 1971 arbeitete sie mit Georges Balanchine, Martha Graham, Kazuko Hiranbayashi, Anna Sokolow sowie Donald McKayle und tanzte als Solistin für die Pennsylvania Ballet Company und Eliot Feld‘s American Ballet Company.

Ab 1971 setzte sie ihre Karriere in Europa fort und tanzte im Tanzforum Köln für Kurt Jooss, Christopher Bruce, Glen Tetley und Jochen Ulrich. 10 Jahre später schloss Christine Kono ihr Diplom der Tanzlehre an der Folkwang Universität in Essen ab. Von 1987 bis 1994 war sie Ballettmeisterin am Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, 2007 bis 2014 unterrichtete sie regelmäßig die Forsythe Company in Frankfurt und Dresden.

Gemeinsam mit Dimitris Kraniotis arbeitet sie seit 1999 an einer Forschungsreihe, basierend auf der Bewegungslehre von Jerome Andrews. Mit Dimitris kreierte sie auch verschiedene choreografische Präsentationen, die in Frankreich, Deutschland und Griechenland zu sehen waren.

Derzeit ist sie Gastprofessorin u.a. für das Ballet Preljocaj, die Kompanie Amala Dianor, das Wuppertaler Tanztheater, das Master Sommerprogramm der Hollins University und das Centre National de la Danse.