Archiv des Autors: Esther

Lia Witjes Poole

Lia Witjes Poole wurde 1979 in Ontario, Kanada, geboren und absolvierte ihre formale Tanzausbildung an der Arts Umbrella in Vancouver, British Columbia.

Lias professionelle Karriere begann in Toronto, wo sie sich dem Desrosiers Dance Theatre anschloss. Im Jahr 2000 zog sie in die Niederlande und machte sich dort schnell einen Namen als vielseitige unabhängige Künstlerin. Im Laufe der Jahre arbeitete sie mit renommierten Choreograf:innen wie Pieter de Ruiter, Jennifer Hanna, Itzik Galili, Omar Rajeh und Heather Ware zusammen und drehte mit dem Filmemacher Ivar Hagendoorn zwei Tanzfilme.

2002 wurde Lia feste Tänzerin bei der renommierten niederländischen Kompanie LeineRoebana, wo sie in zahlreichen Produktionen auftrat. Ihre künstlerische Arbeit entwickelte sich stetig weiter, später übernahm sie Lehrtätigkeiten für zeitgenössischen Tanz und Ballett an der Dutch National Ballet Academy, der Amsterdam Academy for Theater and Dance, Codarts und der Arts Umbrella.

Seit 2019 ist Lia Mitglied des Dance On Ensembles und wirkte in Werken der Choreograf:innen Nicole Beutler, Christos Papadopoulos, Jan Martens, Lucinda Childs, Colette Sadler, Ginevra Panzetti, Enrico Ticconi und Rabih Mroué mit.

 

 

Die letzte Station

Regie: ERSAN MONDTAG

Eine Produktion des Berliner Ensemble in Kooperation mit dem DANCE ON ENSEMBLE

Bühne/Video: Stefan Britze
Kostüme: Raphaela Rose
Musik: Diana Syrse
Licht: Ulrich Eh
Künstlerische Beratung: Clara Topic-Matutin
Mit: Constanze Becker, Ty Boomershine, Judith Engel, Peter Luppa, Brit Rodemund, Christopher Roman, Laurence Rupp, Jone San Martin, Frédéric Tavernini

 

„Die letzte Station“ erzählt vom Ende des Lebens. Vom Alter, der Erinnerung an ein Leben und dem Tod. Wie wollen wir altern? Wie wollen wir sterben? Was bleibt am Ende? Was kommt danach? Gibt es ein „Danach“? Und: Was ist der Sinn von all dem?

Eine kleine Gemeinschaft alternder, sterbender Frauen und Männer trifft in der letzten Station aufeinander. Es wird gesungen, getanzt, gelacht und gestorben. Im Zentrum des Geschehens steht eine sterbende Frau. Hannah liegt im Sterben. An ihrem Sterbebett sitzt Karl. Er erzählt ihr Geschichten in der Hoffnung sie wieder zu Bewusstsein zu erwecken, während Hannah bewusstlos zwischen Traum, Erinnerung und dem Tod schwankt. Der Tod, das Ende eines jeden Lebens, ist das zentrale Thema der bildmächtigen Kreation von Ersan Mondtag.

Die künstlerische Handschrift von Ersan Mondtag bewegt sich zwischen Performance, großer Oper, Sprechtheater und darstellender Kunst. Mondtag denkt und empfindet in Bildern und Welten. Kommt er mit einem Thema, das ihn reizt, in Berührung, entstehen in seinem Kopf visuelle Entwürfe von ganz eigener Kraft, die auf die Bühne drängen. Sie werden zu bildstarken Inszenierungen von hoher Künstlichkeit. Mondtags Theater, das sind starke formale Setzungen und choreographierte Körper, die auch mal ganz ohne Sprache auskommen.

Der „Nachwuchsregisseur 2016″ wurde als Ersan Aygün als Kind türkischer Gastarbeiter in Berlin geboren. Den Künstlernamen Mondtag, die wörtliche Übersetzung seines türkischen Nachnamens, gab er sich schon mit 17 Jahren. In der Spielzeit 2013/14 war Ersan Mondtag Mitglied im REGIEstudio des Schauspiel Frankfurt und hat dort seine ersten wichtigen Arbeiten am Stadttheater realisiert.

 

Premiere: 14 Dezember 2017, Berliner Ensemble, Kleines Haus

Produktion: Berliner Ensemble
Koproduktion: DANCE ON / DIEHL+RITTER gUG

DANCE ON ist eine Initiative der DIEHL+RITTER gUG, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union im Rahmen von DANCE ON, PASS ON, DREAM ON.

 

Elephant

Konzept/Regie: Rabih Mroué
In Zusammenarbeit mit Ty Boomershine und Jone San Martin

Mit: Ty Boomershine, Jone San Martin, Marco Volta
Lichtdesign 2019:
 Patrick Lauckner, Tanja Rühl
Lichtdesign:  Arno Truschinski

Sound und Komposition: Mattef Kuhlmey
Kostüm: Sophia Piepenbrock-Saitz
Regieassistenz: Jacqueline Azarmi

Elephant changiert zwischen Isolation und Sehnsucht nach Begegnung. Zwei Körper bewegen sich in geometrischen Mustern und verirren sich in einem selbst geschaffenen Labyrinth, aus dem sie versuchen zu entkommen. In der Zeit vor- und zurückspringend werden sie von dem Wunsch nach Zweisamkeit getrieben und von der Unmöglichkeit, die Einsamkeit zu überwinden, gebremst.

Premiere am 28. Februar 2018, HAU Hebbel am Ufer Berlin (HAU2)

Produktion: Dance On /DIEHL+RITTER
Koproduktion: HAU Hebbel am Ufer Berlin

Produziert für das DANCE ON Festival aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.