Why We Dance On – Podiumsdiskussion | Tanzkongress 2022 | Staatstheater Mainz
Autorenarchiv: Esther
Tideland | Elixir Festival
Tideland – Dance On Lab | Laura Böttinger | Elixir Festival, Sadler´s Wells
any attempt will end in crushed bodies and shattered bones
any attempt will end in crushed bodies and shattered bones | Theater Rotterdam
any attempt will end in crushed bodies and shattered bones
any attempt will end in crushed bodies and shattered bones | Dance Festival | Dublin
Choreografisches Labor 60+
Choreografisches Labor 60+ | Workshop mit Laura Böttinger | Bundeskunsthalle Bonn
LUCINDA CHILDS
Lucinda Childs begann ihre Karriere als Choreografin und Performerin im Jahr 1963 als Gründungsmitglied des Judson Dance Theater in New York.
Nachdem sie 1973 ihre eigene Kompanie gegründet hatte, kollaborierte sie 1976 mit Robert Wilson und Philip Glass als Solistin und Choreografin in der Oper Einstein on the Beach. Sie erhielt einen Obie Award für ihre Arbeit und hat seitdem bei fünf weiteren Großwerken von Wilson mitgewirkt.
Ab 1979 arbeitete sie mit verschiedenen Komponisten und Designern an einer Reihe eigener großangelegter Produktionen, darunter Dance, entstanden 1979 zu Musik von Philip Glass und mit einem Design von Sol LeWitt. Dance tourte durch ganz Amerika und Europa und wurde 2011 vom Wall Street Journal als eine der „größten künstlerischen Leistungen des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet. Childs hat für wichtige Ballettkompanien choreografiert und bei Opernproduktionen Regie geführt, darunter Glucks Orfeo et Euridice für die Los Angeles Opera, Mozarts Zaide für La Monnaie in Brüssel und in 2014 John Adams Dr Atomic für die Opera du Rhin.
Sie erhielt ein Guggenheim Fellowship, den NEA/NEFA American Masterpiece Award und ist Commandeur dans l’ordre des arts et des lettres. 2017 wurde ihr der Samuel H. Scripps award for lifetime achievement des American Dance Festival und der Golden Lion Award der Venice Biennale de la Danse verliehen.
never ending (Story)
never ending (Story) | Charleroi danse | Charleroi
Merce Cunningham
Merce Cunningham (16. April 1919 – 26. Juli 2009) gilt als einer der wichtigsten Choreografen aller Zeiten. Sein Ansatz war bahnbrechend in seiner ideologischen Einfachheit und physischen Komplexität: Er wandte die Idee, „ein Ding ist nur das, was es ist“, auf die Kunst der Choreografie an und war überzeugt, dass „wenn der Tänzer tanzt, ist alles schon gesagt.“
Merce Cunningham wurde in Centralia im Bundesstaat Washington geboren und besuchte die Cornish School in Seattle. Dort sah er Werke von Martha Graham (mit deren Kompanie er später sechs Jahre lang als Solist tanzen sollte) und lernte John Cage kennen. Cage wurde sein engster künstlerischer Vertrauter und Lebenspartner bis zu Cages Tod im Jahr 1992. Sein Einfluss auf Cunninghams choreografische Praxis war enorm. 1948 gründete Cunningham seine erste Tanzkompanie am berühmten Institut für experimentelle Kunst, Black Mountain College, um seine unkonventionellen Ideen zu erproben. Die Merce Cunningham Dance Company (ursprünglich Merce Cunningham and Dance Company) existierte bis 2011. Cunningham blieb bis zu seinem Tod im Jahr 2009 Künstlerischer Direktor der Kompanie. Im Laufe seiner Karriere choreografierte er 180 Tänze und mehr als 700 Events.
In den 70 Jahren, in denen Cunningham aktiv war, leitete er mehrere radikal innovative Änderungen im Verständnis von Choreografie und Bewegung ein und suchte nach neuen Methoden, um Tanz und Technologie zu integrieren. Durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Künstlern wie Robert Rauschenberg, Jasper Johns, Charles Atlas und Elliot Caplan dehnte sich Cunninghams Einfluss weit in die Welt der bildenden Kunst aus.
Cunningham wurde mit den höchsten Auszeichnungen der Kunstwelt geehrt. Seine Werke werden von dem Ballett der Pariser Oper, dem New York City Ballet, American Ballet Theatre, White Oak Dance Project, Lyon Opera Ballet, Ballett am Rhein und der Rambert Dance Company in London getanzt.
Im Merce Cunningham Trust lebt seine Vision fort und wird in immer wieder neuen Körpern und Seelen neu geboren.
Noa Eshkol
Noa Eshkol (1924 – 2007) war Choreografin, Tanzpädagogin und Textilkünstlerin. Sie entwickelte gemeinsam mit Abraham Wachman das Eshkol-Wachman Movement Notation System und arbeitete interdisziplinär mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zusammen. Ihre Herangehensweise an den Tanz war geprägt von einer Konzentration auf das Wesentliche: Indem jede Bewegung und jedes Körperteil in ihrer vollen Eigenständigkeit und Komplexität erkannt wurden, entstand ein weiter Raum für kreative Vielfalt in der choreografischen Gestaltung. Ihr Werk beeinflusst bis heute zeitgenössische choreografische und performative Praktiken.
Jesús Rubio Gamo
Jesús Rubio Gamo (Madrid, 1982) ist ein freischaffender Tänzer und Choreograf mit Sitz in Madrid. Nach einer Ausbildung in Ballett, zeitgenössischem Tanz, Theater und Literatur erhielt Jesús ein MAE-AECI-Stipendium, um im Ausland weiterführende Tanzstudien zu absolvieren. Er zog nach London, wo er sein Masterstudium in Choreografie an der London Contemporary Dance School mit Auszeichnung („Distinction“) abschloss. Darüber hinaus absolvierte er einen Master in Performative Studies am Museo Nacional de Arte Reina Sofía in Madrid. Seine Arbeiten wurden bei nationalen und internationalen Festivals gezeigt, darunter Chantiers d’Europe (Théâtre de la Ville, Paris), Dancenet Sweden, Festival de Otoño (Madrid), The Greenwich and Docklands International Festival (London), FAEL (Lima), Les Plateaux (La Briquetterie, Paris), Birmingham International Dance Festival, ARC for Dance (Athen), International Theatre Amsterdam sowie beim Hay Festival und beim Romaeuropa Festival.
Jesús wurde zwei Jahre in Folge (2017 und 2018) von der Plattform Aerowaves als einer der 20 bedeutendsten jungen Choreografen Europas ausgewählt. Im Jahr 2020 verlieh ihm der spanische Rundfunk den Preis „OJO CRÍTICO“ im Bereich Tanz. Die Jury hob „seinen handwerklichen Ansatz bei der Tanzkomposition“ hervor, „der sich sowohl in intimen Projekten als auch in der Inszenierung großer Ensembles zeigt, in denen es ihm gelingt, die choreografische Struktur mit der Individualität seiner Darsteller in Einklang zu bringen.“