E N S E M B L E

AMANCIO GONZALEZ

© Dorothea Tuch

„Hier sind wir nun – und beginnen da, wo die meisten anderen stehen bleiben würden. Was für eine wundervolle Herausforderung! Was für eine große Verantwortung! Was für eine Chance, Neues zu entdecken und die eigene Kreativität weiterzuentwickeln!“
Amancio Gonzalez

Amancio Gonzalez, 1967 im baskischen Porgugalete in Spanien geboren, begann das Tanzstudium im Alter von 20 Jahren am Estudio de Danza, Ion Beitia in Las Arenas und setzte es am Centre International de Danse von Rosella Hightower in Cannes fort. Er tanzte beim Jeune Ballet International de Cannes, Scottish Ballet in Glasgow, in der NAPAC Dance Company in Durban/Südafrika, der Rotterdamse Dansgroep, der Reflex Dansgeselschaft in Groningen und beim Scapino Ballet Rotterdam. Von 1999 bis 2005 war er Tänzer im Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe und wurde anschließend in die Forsythe Company übernommen.

Seit 1994 kreierte Amancio Gonzalez eigene Werke, die u. a. auch beim Torino Danza sowie beim Montpellier Dance Festival gezeigt wurden. „Siames“ ist ein Duett für zwei Tänzer der NAPAC Dance Company von Garry Trinder, das später ins Repertoire der Company übernommen wurde. 2005 entstand die zusammen mit Vanessa Le Mat entwickelte fünfteilige Reihe „Sonntags am Bahnhof“ in Frankfurt am Main („Palace“, „Bureau“, „Abandoned House“, „Keller“, „Up on the Roof“). Gemeinsam mit Inma Rubio choreografierte er 2007 „Un happen ness“ für das Festival Torino Danza. Auf das Solo „Sin king in me“ beim Festival Dantzaldia 09 in Bilbao 2009 folgte ein Jahr darauf das Duett „Dead or Alive“ mit Inma Rubio für die Lange Nacht der Museen in Frankfurt. 2009 choreografierte Amancio Gonzalez für das Festival Tanzpanorama in Frankfurt das Solo „where we wear we were“ für Alla Anishenko und zeigte monatlich im Atelier Frankfurt kürzere Stücke unter dem Titel „One night stand pieces“.

Amancio Gonzalez unterrichtete international als freischaffender Dozent sowie als Ballettmeister und Repetitor bei verschiedenen Tanzkompanien (u. a. Ballett Frankfurt, Ballet National de Marseille, Ballet Preljocaj, Ballett Basel, Cullberg Ballet, Göteborg Danskompani, Danish Dance Theater, Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, Alvin Ailey und Forsythe Company). Für Forsythe-Improvisation und Workshops verpflichtet wurde er u.a. am Ballet National de Marseille, der École National Superieur de Danse de Marseille, dem Tanzhaus Zürich, dem Institut del teatre in Barcelona, dem Tanzhaus Köln, der University of Dance and Circus in Stockholm, dem Architanz Studio in Japan, der Palucca Schule in Dresden und am Codarts in Rotterdam. Seine Ausbildung zum Ballettmeister erhielt er bei William Forsythe und Katheryn Bennets.