Archiv für den Monat: September 2018

Jone San Martin

Jone San Martin, 1966 in Donostia/San Sebastian in Spanien geboren, studierte dort Tanz bei Mentxu Medel. Sie setzte das Studium am Institut del Teatre in Barcelona sowie am Mudra International in Brüssel fort. Später tanzte sie beim Compañía Nacional de Danza in Madrid, am Ulmer Theater und mit Jacopo Godani in Brüssel. Dem Ballett Frankfurt trat sie 1992 bei und war von 2005 bis 2015 Tänzerin der Forsythe Company.

Seit 2000 choreografierte Jone San Martin eine Vielzahl eigener Arbeiten. Mit dem von Carlotta Sagna für sie kreierten Solo „Tourlourou“ war sie 2004 im Rahmen der Reihe „Sujets à Vif“ zum Festival in Avignon eingeladen. 2006 erhielt sie den „Lifetime Achievement Award“ der Asociación de Profesionales de Danza de Gipuzkoa. Seit 2014 ist sie Associated Artist der Dantzaz Kompainia in Donostia. 2016 kuratierte sie das Performing Arts Programm von Donostia/San Sebastian Kulturhauptstadt 2016. Sie ist seit 2015 Mitglied des Dance On Ensemble.

 

Amancio Gonzalez

Amancio Gonzalez, 1967 im baskischen Porgugalete in Spanien geboren, begann das Tanzstudium im Alter von 20 Jahren am Estudio de Danza, Ion Beitia in Las Arenas und setzte es am Centre International de Danse von Rosella Hightower in Cannes fort. Er tanzte beim Jeune Ballet International de Cannes, Scottish Ballet in Glasgow, in der NAPAC Dance Company in Durban/Südafrika, der Rotterdamse Dansgroep, der Reflex Dansgeselschaft in Groningen und beim Scapino Ballet Rotterdam. Von 1999 bis 2005 war er Tänzer im Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe und wurde anschließend in die Forsythe Company übernommen.

Seit 1994 kreierte Amancio Gonzalez eigene Werke, die u. a. auch beim Torino Danza sowie beim Montpellier Dance Festival gezeigt wurden. „Siames“ ist ein Duett für zwei Tänzer der NAPAC Dance Company von Garry Trinder, das später ins Repertoire der Company übernommen wurde. 2005 entstand die zusammen mit Vanessa Le Mat entwickelte fünfteilige Reihe „Sonntags am Bahnhof“ in Frankfurt am Main („Palace“, „Bureau“, „Abandoned House“, „Keller“, „Up on the Roof“). Gemeinsam mit Inma Rubio choreografierte er 2007 „Un happen ness“ für das Festival Torino Danza. Auf das Solo „Sin king in me“ beim Festival Dantzaldia 09 in Bilbao 2009 folgte ein Jahr darauf das Duett „Dead or Alive“ mit Inma Rubio für die Lange Nacht der Museen in Frankfurt. 2009 choreografierte Amancio Gonzalez für das Festival Tanzpanorama in Frankfurt das Solo „where we wear we were“ für Alla Anishenko und zeigte monatlich im Atelier Frankfurt kürzere Stücke unter dem Titel „One night stand pieces“.

Amancio Gonzalez unterrichtete international als freischaffender Dozent sowie als Ballettmeister und Repetitor bei verschiedenen Tanzkompanien (u. a. Ballett Frankfurt, Ballet National de Marseille, Ballet Preljocaj, Ballett Basel, Cullberg Ballet, Göteborg Danskompani, Danish Dance Theater, Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, Alvin Ailey und Forsythe Company). Für Forsythe-Improvisation und Workshops verpflichtet wurde er u.a. am Ballet National de Marseille, der École National Superieur de Danse de Marseille, dem Tanzhaus Zürich, dem Institut del teatre in Barcelona, dem Tanzhaus Köln, der University of Dance and Circus in Stockholm, dem Architanz Studio in Japan, der Palucca Schule in Dresden und am Codarts in Rotterdam. Seine Ausbildung zum Ballettmeister erhielt er bei William Forsythe und Katheryn Bennets.

Ami Shulman

Ami Shulman, geboren in Johannesburg in Südafrika, studierte Tanz und Darstellende Kunst an der University of the Witwatersrand in Johannesburg sowie Psychologie an der University of South Africa in Pretoria. Ihren Bachelor of Arts machte sie mit fünf Hauptfächern: Choreografie, Regie, Performance, Szenografie und Psychologie. 1998 erhielt Ami Shulman den Amanda Holmes Award für „Beste Choreografie“ für ihre Abschlussarbeit „Donna Belladonna“ im Dramatic Arts Program der University of the Witwatersrand. 1999 studierte sie Tanz an der School for New Dance Development in Amsterdam und setzte die Studien im folgenden Jahr an der London Contemporary Dance School fort. Seit 2001 lebt und arbeitet sie in Montreal. Ab 2006 tanzte sie bei der Compagnie Marie Chouinard und war in verschiedenen Werken von José Navas’ Compagnie Flak sowie der Compagnie Nyata-Nyata von Zab Maboungou zu sehen.

International unterrichtete sie ein von ihr entwickeltes spezifisches Tanztraining. Als Dozentin wurde sie von diversen Hochschulen eingeladen, u. a. von der Juilliard School in New York, der Rotterdam Danse Academy, an der Brown University (Providence, USA), der University of the Witwatersrand (Johannesburg, Südafrika), dem Cirque Du Soleil sowie der Concordia University (Montreal, Canada). Regelmäßig lehrte sie darüber hinaus professionelle Tänzer im Rahmen des kanadischen Springboard Project, dem sie als Artistic Associate angehört. Ihr Training fokussiert den Boden als wesentliches Element der Bewegungen und der propriozeptiven Wahrnehmung der Tänzer.

Nach ihrer Aufnahme in die Compagnie Marie Chouinard übernahm sie die Künstlerische Leitung auf Tourneen und die Probenleitung sowohl für die Compagnie Marie Chouinard als auch für die Compagnie Flak von José Navas. Gemeinsam mit dem Musiker und Videokünstler Joseph Butch Rovan kreierte sie eine Reihe multimedialer,  interaktiver Tanz-Installationen, zuletzt 2014 die international gezeigte Sound- und Videoinstallation „Of the Survival of Images“. Sie interessiert sich für Medienkunst und -technik und belegte 2003 eine Reihe von Seminaren in Fotografie und Film an der Concordia University in Montreal.