Altersbilder ändern

Der gesellschaftliche Wandel ist offensichtlich: Die Menschen in Europa leben zunehmend länger und insgesamt steigt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung an.[1] Was sich nicht verändert, sind Vorstellungen über ältere Menschen: immer noch dominieren Vorurteile das Verständnis vom Alter. ‚Ageism’ beschreibt die weitverbreiteten Diskriminierungserfahrungen, die Menschen aufgrund ihres Alters erleben. Die dominante Sicht auf das Alter ist die Bedrohung durch den geistigen und körperlichen Verfall. Doch welche Werte verkörpern alte Menschen für uns?

DANCE ON LOKAL hinterfragt klischeehafte Vorstellungen vom Alt-Sein und richtet sich an ältere Menschen vor Ort und in verschiedenen Städten. Mit LOKAL zielt das Projekt auf soziale und kulturpolitische Ziele: das Denken über alte Menschen in Bewegung zu versetzen. Hierzu positioniert sich DANCE ON als Partizipationsprojekt, das zu generationsübergreifenden Begegnungen und Dialogen über soziale Schwellen hinweg einlädt. Die Teilnehmer zeigen, welchen Gewinn es bedeutet, ihren Schatz an Erfahrungen, Wissen und Können nicht verloren zu geben. Er muss nur sichtbar gemacht werden.

„Lassen Sie uns das Alter bewusster neu denken – in Bildern vom Alter und vom Älterwerden, die auch die Potentiale dieser Lebensspanne beschreiben.“ Joachim Gauck[2]

 

 

 

[1] Dies prognostiziert die Europäische Union in ihrem Altersbericht. Vgl. The 2015 Ageing Report. Underlying Assumptions and Projection Methodologies. Joint Report prepared by the European Commission and the Economic Policy Committee. European Commission, Brüssel 2014, S. 23.

[2] Bundespräsident Joachim Gauck in einer Rede anlässlich der Ausstellungseröffnung ‚Dialog mit der Zeit’ am 31. März 2015 in Berlin, online unter http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Joachim-Gauck/Reden/2015/03/150331-Altersbilder.html